Ein erfreulicher Besucherrekord hat sich am griechischen Pfingstsonntag am 31. Mai 2026 im Gottesdienst in Chania eingestellt. Mit 26 Besucherinnen und Besuchern waren restlos alle Plätze in der Kath. Kirche Maria Geburt in Chania Chalepa besetzt, als Pastor Martin Schulz zusammen mit Andreas Pasemann an der Orgel einen festlichen Gottesdienst gestaltet haben. Mindestens in den letzten vier Jahren ist kein besser besuchter Gottesdienst in der kleinen Kirche in Chania bekannt.
Pastor Schulz betonte in seiner Predigt den Wert der Sprache und der Stimme für eine gelungene Gemeinschaft. Dazu hat es Andreas Pasemann einmal mehr auf das Beste verstanden, die Gemeinde zu einem leidenschaftlich kräftigen Gesang anzuleiten.
Anschließend hat sich der größte Teil der diesjährigen Pfingstgemeinde in einer Taverne in Kalives zum gemeinsamen Essen verabredet. Der Wirt hat die unverhoffte Herausforderung, 20 Gäste an einem Tisch mit feinsten Spezialitäten des Ortes zu bewirten, mit Bravour bestanden. So ist das Pfingstfest im Westen der Gemeinde erst festlich, dann zünftig in fröhlich-geselliger Gemeinschaft gefeiert worden.
M. Schulz
(Foto: Andreas Pasemann)
Am Sonntag, den 24. Mai 2026 fand die Hauptgedenkfeier mit Kranzniederlegung auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Maleme (German War Cemetery, Maleme) statt.
Um den 85. Jahrestag der Schlacht um Kreta 1941 wurde auch in diesem Jahr der zahlreichen Deutschen und Griechischen Gefallenen mit einer Reihe von Veranstaltungen gedacht.
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland mit Botschafter Andreas Kindle hat die Hauptgedenkfeier auf dem Deutschen
Soldatenfriedhof auf Maleme veranstaltet mit einer beeindruckenden Zeremonie aus Gottesdienst mit Beteiligung aller christlichen Konfessionen, Grußworten und Kranzniederlegungen. Musikalisch gestaltet wurde die Zeremonie vom Musikkorps der SChule für Reserveoffiziere der Infanterie. Zu diesem Anlass waren auch die Evangelische Kirchengemeinde Kreta geladen, die wir mit neun Vertretern zugegen waren. Pastor Weichert war mit einem Segenswort am Gottesdienst beteiligt, dem sich verschiedene Grußworte angeschlossen haben. Zuletzt wurden Kränze zum Zeichen der Ehrung der Gefallenen niedergelegt.
Insgesamt hat diese Zeremonie den hohen Respekt beider Nationen voreinander zum Ausdruck gebracht, die auf den schlimmen Ereignissen beruht, die die grausame Schlacht um Kreta im Mai 1941 mit sich gezogen hat. Erst im Gedenken wird der Kampf des kretischen Widerstands um Demokratie und Freiheit gewürdigt, der sich gegen den Angriffskrieg der Nazideutschen gestellt hat.
Eine abschließende Schweigeminute galt den unzähligen Gefallenen, die auf kretischem Boden ihr Leben gelassen haben.
M. Schulz
Ein besonderes Ostererlebnis hatte der Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises An der Agger: Die Gruppe reiste privat gemeinsam nach Kreta, um dort ein zweites Mal Ostern zu feiern. Möglich wurde dies durch den unterschiedlichen Ostertermin der griechisch-orthodoxen Kirche, die das Fest in diesem Jahr eine Woche später als die westlichen Christen begeht.
Anlass der Reise war der Besuch bei Pfarrer Matthias Weichert, dem ehemaligen Schulreferenten des Kirchenkreises. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand ist er seit September 2025 und noch bis zum 30. Juni 2026 Pastor der deutschen Gemeinde auf Kreta. Die Gruppe um Superintendent Michael Braun gestaltete gemeinsam mit der Gemeinde die Osterfeierlichkeiten. Besonders beeindruckend fand Diakoniepfarrer Oliver Cremer die Osternacht mit Beginn um 21 Uhr am Samstagabend in Rethymnon. Die ganze Stadt habe bis nach Mitternacht Ostern gefeiert. “Da hat man gesehen, welchen Stellenwert Ostern hier für die Menschen hat.”
Am griechischen Ostersonntag, dem 12. April, hielt Superintendent Braun einen evangelischen Gottesdienst in der katholischen Kirche von Chania. Themenschwerpunkt waren das Osterlachen und die Osterfreude, passend zum griechischen Frühling bei 22 Grad und herrlich blauem Himmel. Am folgenden Ostermontag, dem 13. April, feierte die deutsche Gemeinde einen Open-Air-Gottesdienst in Gournia.
Die Reise des Kreissynodalvorstands stand im Zeichen der Gemeinschaft und der ökumenischen Begegnung. Die doppelte Osterfeier auf Kreta wurde zu einem Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts über konfessionelle Grenzen hinweg.
(Der Artikel mit Foto wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Kirchenkreis An der Agger)
Haus und Garten von Rosine und Ulrich Sauer in Melidoni waren schon so manches Mal Schauplatz von ausgelassener Geselligkeit in unserer Gemeinde. Nun haben Rosine und Uli eingeladen zu einem Beisammensein rund ums Brotbacken.
Da hat denn auch kaum jemand gefehlt aus der Runde der Getreuen aus der Whatsappgruppe "Sonntagsfreunde" im ganzen Westen. Selbst Pastor Matthias Weichert hat sich nach getanem Dienst in Heraklion auf den weiten Weg in den Westen gemacht. Jeder von den 13 Teilnehmern hat etwas beigetragen zu Tafel und Buffet. Höhepunkte waren aber die Brotspezialitäten, die aus Ulis Händen frisch aus dem Steinofen kamen.
Mit Engagement und Hingabe hat er uns als erfahrener Bäckermeister Einblick gegeben in die hohe Kunst des Bäckereihandwerks: von den historischen Anfängen und der Geschichte des Brotbackens über die verschiedenen Mehlsorten und Brotarten bis hin zu Back- und Knettechniken und Temperaturen. Der schon angeheizte Steinbackofen hat denn auch köstliche Proben seiner Künste hervorgebracht wie zu Beginn einen Elsässer Flammkuchen.
Mit einem Glas Wein in einer jeden Hand hat denn die Runde ein fröhliches Beisammensein genossen, bis die frühen Abendstunden die Temperaturen haben sinken lassen. Mitgenommen haben wir die Erinnerung an einen richtig schön gelungenen Nachmittag bei Rosine und Uli, denen ein besonderer Dank gilt für Ihre herzliche Gastfreundschaft. Geblieben ist auch die Vorfreude auf den nächsten Sonntag, wenn wir wieder zusammen kommen am Tisch des Herrn und Ulis Brot noch ganz anders zur Geltung kommen wird.
Martin Schulz
Am vergangenen Sonntag Okuli am 8. März 2026 wurde die Gemeinde reich beschenkt mit einem Konzert in der Kath. Kirche Maria Geburt in Chania-Chalepa, das schon im Vorfeld mit großer Spannung erwartet worden ist. Tatsächlich mussten mitgebrachte Stühle aufgestellt werden, um dem Besucherandrang gerecht zu werden. Neben allen Getreuen der Kirchengemeinde haben sich viele andere eingefunden, die von dem positiven Echo des vorangegangenen Konzertes im Dezember zur Teilnahme motiviert worden sind.
Zur Aufführung kamen Werke von Edward Elgar, Antonio Vivaldi, Felix Mendelssohn, J.S. Bach, George Böhm, Gabriel Fauré und Camille Saint-Saëns. Textbeiträge von Martin Schulz handelten von Räumen des Friedens inmitten von Bildern von Krieg und Gewalt.
Schon bei ihrem ersten Stück Salut d´amor von Edward Elgar haben Andreas Pasemann am Klavier und Bernhard Klein am Cello ihren Ruf als Ausnahmemusiker bestätigt. Spätestens der zweite Satz Allegro der Sonate Nr. 5 von Vivaldi ließ den Atem stocken in ihrer Vollkommenheit aus Klangfarben, Temperament und konzentrierten Emotionen. Violoncello und Piano sind zu einer Einheit verschmolzen, die die Harmonie der beiden unterschiedlichen Instrumente und Musiker zum Ausdruck brachte.
Dabei waren beide Künstler in ihrer räumlichen Nähe so präsent, dass jede Note unmittelbar die Ohren und Herzen des Publikums erreicht hat. Spätestens mit den beiden Werken aus der französischen Spätromantik von Gabriel Fauré und Camille Saint-Saëns haben die Musiker mit ihrer Virtuosität und Emotionalität das Publikum in eine Sphäre nicht von dieser Welt enthoben, deren Faszination und Frieden sich niemand entziehen konnte. Da wurde das Ende des Programms als so unwirklich empfunden, dass erst nach zwei Zugaben und reichlichem Applaus die Künstler in den Abend entlassen werden konnten. So wird dieses Konzert noch lange nachklingen in dankbarer Erinnerung an alle Beteiligten.
Eine Fortsetzung zu gegebener Zeit darf da mehr als wünschenswert bezeichnet werden.
Martin Schulz
Am Freitag, 30.01.2026, war es wieder soweit. Pastor Weichert ist mit seinen Kirchenleuten in die Berge im Westen auf Wanderschaft gezogen. Dieses Mal ging es auf eine extravagante Tour vom Bergdorf Meskla aus auf einen Höhenweg in Richtung Zourva. Die Steigung wie auch die Anstrengung war kaum zu spüren bei der Tiefe der Gespräche, die sich auf dem bequemen Weg frei entfalten konnten. Bei zunächst angenehmer Wärme und Sonnenschein ging es weiter bergauf auf einsamen Wirtschaftswegen mit immer wieder wechselnden Perspektiven und wunderbaren Aussichten von der Nordküste bis in die Höhen der westlichen Ausläufer der Lefka Ori.
Vom Höhenweg zweigte ein Weg ab, der zu einer namenlosen Siedlung führte. Dieser Lost Place war noch so gut erhalten, als seien seine Bewohner erst kürzlich geflüchtet. Ein Wohnhaus stand ebenso zur Besichtigung offen wie eine kleine Kapelle und eine wunderbar gelegene Taverne. Da war man angeregt zu allerlei wilden Ideen einer neuen Nutzung. Doch das Umschlagen des Wetters hat uns auf den Rückweg bewegt, bis wir schließlich in einer Taverne wieder zusammengefunden haben und uns fürstlich bedient haben lassen. Wieder einmal hat die aussichtsreiche Tour, die vielen guten Gespräche und zum Schluss das köstliche Essen uns zu einer fröhlichen Gemeinschaft verbunden, die es nicht abwarten kann, alsbald wieder zu einer neuen Tour aufzubrechen.
Martin Schulz
Ev. Trauung 2025 an der Südküste bei Ierapetra
Unsere Evangelische Kirchengemeinde Kreta bietet die Möglichkeit, hier auf Kreta auch an ungewöhnlichen Orten eine Evangelische Trauung in deutscher Sprache gegen Gebühr durchzuführen. Sich vor Gott und seiner schönsten Schöpfung das Jawort zu geben ist mit den schönsten Gefühlen verbunden und ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmenden. Eine eingehende persönliche Beratung sowie Vorbereitung ermöglicht eine individuelle Gestaltung und Durchführung.
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E-Mail: pfarramt@evkikreta.de
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